K.i.d.Z.-Projekt: Grenzüberschreitende Klimabildung zwischen Burghausen und St. Johann im Pongau

Vom 6. bis 8. Juli 2026 trafen sich Schülerinnen und Schüler des Aventinus-Gymnasiums Burghausen (8. Schulstufe) und der HLW Elisabethinum St. Johann im Pongau (9. Schulstufe) zu einem grenzüberschreitenden Austausch im Rahmen des Erasmus-Projekts K.i.d.Z. – Klima in die Zukunft. Drei Tage lang beschäftigten sich die Jugendlichen intensiv mit Fragen rund um Klimawandel, Vegetationsveränderungen und den Einfluss des Menschen auf die alpine Umwelt.

Workshops in St. Johann: Naturkosmetik und Ernährung

Der Projektauftakt fand am Montag im Elisabethinum statt. Die Schülerinnen der HLW begrüßten die Gäste aus Burghausen mit praxisnahen Workshops zu den Themen Naturkosmetik und Ernährung. Dabei standen eine nachhaltige Produktgestaltung, regionale Rohstoffe und eine gesundheitsbewusste Lebensweise im Mittelpunkt. Die gemeinsame Arbeit förderte nicht nur fachliches Wissen, sondern auch den persönlichen Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern beider Schulen.

Schladming: Klimaforschung zum Anfassen – zumindest theoretisch

Am Dienstag und Mittwoch trafen sich die beiden Gruppen in Schladming, wo Expertinnen und Experten der Universität Innsbruck Workshops in Form eines Stationenbetriebs durchführten. Die Jugendlichen arbeiteten an Forschungsfragen zu Umwelt- und Vegetationsveränderungen, menschlichen Eingriffen in die alpine Natur sowie möglichen Zukunftsszenarien.

Am Dienstagnachmittag ging es mit dem Linienbus zur Ursprungalm. Bei strahlendem Sommerwetter untersuchten die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop zur Vegetation Pflanzenbestände, diskutierten ökologische Zusammenhänge und lernten Methoden der Feldforschung kennen.

Regen, Wind und graue Theorie am Dachstein

Der Mittwoch zeigte sich von seiner rauen Seite: Bei der Station „Umweltethik“ brachen die Jugendlichen bereits bei Regen zu einer leichten Wanderung zur Austria-Hütte und weiter zur Talstation der Gletscherbahn auf. Am Nachmittag folgte die Auffahrt auf den Dachsteingletscher zur Station „Gletscher“. Strömender Regen, Kälte, Wind und schlechte Sicht erwarteten die Jugendlichen am Gletscher. Nach rund 15 Minuten im Freien musste der Workshop ins Bergrestaurant verlegt werden.

Ein Lokalaugenschein am Gletscher, der den Jugendlichen die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar vor Augen geführt hätte, war unter diesen Bedingungen leider nicht möglich. Stattdessen blieb es bei theoretischen Modellen und wissenschaftlichen Erklärungen – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark Wetterextreme selbst Bildungsprojekte beeinflussen können.

Ein Projekt, das verbindet

Trotz der widrigen Wetterbedingungen am letzten Tag war das K.i.d.Z.-Projekt ein voller Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen erhielten wertvolle Einblicke in die Klimaforschung, arbeiteten gemeinsam an wissenschaftlichen Fragestellungen und knüpften neue Kontakte über Landesgrenzen hinweg. Das Erasmus-Projekt zeigte einmal mehr, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und Bildung für die Zukunft unseres Planeten sind.

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